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                           Neu!
Kohlendioxid (CO2) anstatt Zimmerluft während der Darmspiegelung


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

üblicherweise wird während der Darmspiegelung Zimmerluft in den Darm eingeleitet, um gute Sichtverhältnisse zu erzielen. Leider ist es naturgemäss am Ende der Darmspiegelung nicht möglich, sämtliche Luft aus dem Darm zu entfernen, so dass nach der Darmspiegelung mit unangenehmen und zum Teil auch kurzfristig schmerzhaften Blähungen zu rechnen ist.

Als neues Angebot für meine Patienten habe ich die Möglichkeit eingerichtet, während der Darmspiegelung nun Kohlendioxid (CO2) zu geben, welches 150mal schneller vom Darm aufgenommen wird als Zimmerluft und somit unangenehme oder schmerzhafte Blähungen nach der Darmspiegelung deutlich reduziert werden. Kohlendioxid hat hier keine Nebenwirkungen und stellt im Rahmen der Darmspiegelung eine wissenschaftlich fundierte Methode dar.

                                      Magenbeschwerden?

Magenbeschwerden sind oft harmlos. Manchmal sind sie aber auch gefährlich, denn sie können Zeichen für Geschwüre oder gar für Krebs sein. Die Magenspiegelung ist unverzichtbar zur abklärenden Diagnose von schwerwiegenden Erkrankungen. Sie darf nicht aus Kostengründen vorenthalten werden.

“Sparen am falschen Ende, führt zwangsläufig zu Engpässen”, erklärt Dr. Franz Josef Heil vom Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen (bng). “Ein niedergelassener Gastroenterologe macht im Durchschnitt etwas 800 Magenspiegelungen pro Jahr. Seit der letzten Vergütungsreform für kassenärztliche Leistungen bekommen die Fachärzte aber nur rund 480 dieser Untersuchungen von den Krankenkassen bezahlt.”

Vor diesem Hintergrund hat der Berufsverband eine Informationskampagne in den Praxen gestartet. Die Magenspiegelung, in deren Rahmen neben dem Magen auch die Speiseröhre und der Zwölffingerdarm auf akute oder chronische, möglicherweise bösartige Veränderungen der Schleimhäute untersucht werden, ist eine technisch aufwändige Methode, die hohen Qualitäts- und Hygienestandards gerecht werden muss. “Wir können und wollen den Patienten diese mitunter lebenswichtige Untersuchung nicht vorenthalten” betonte Dr. Heil. “Aber wir sind gezwungen, wirtschaftlich zu arbeiten. Kein Unternehmer kann es sich leisten, Kosten zu produzieren, die nicht gedeckt sind. Unter den gegebenen Umständen bleibt uns nichts anderes übrig, als dringende und notfallmäßige Untersuchungen vorzuziehen und alle anderen Untersuchungen zeitlich so zu strecken, wie es die Honorarsituation erfordert.”

Wartezeiten sind unerträglich für die Patienten und müssten aus Sicht der niedergelassenen Gastroenterologen nicht sein. Wir fordern deshalb eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung und erwarten von den Krankenkassen, dass sie ihren Versicherten diese Leistung zeitnah ermöglichen. Der unterschwellige Verdacht, Gastroenterologen würden Magenspiegelungen wie am Fließband durchführen, um Kasse zu machen, ist absurd”, betont Dr. Heil. “Kein Mensch wird sich freiwillig einer solchen Untersuchung unterziehen, wenn es nicht sein muss. Wenn es aber sein muss, ist die Magenspiegelung eine segensreiche Methode, um der Entstehung schwerwiegender Erkrankungen effektiv entgegen zu treten!”

Quelle: www.gastromed-bng.de

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